Stadtteilschule

Die Grundschule „Am Priesterweg“ ist zur Stadtteilschule geworden. Aber was bedeutet die Wandlung und wann wurde sie initiiert?

Der Grundstein wurde im Jahr 2008 mit einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe in der Stadtverwaltung gelegt. Allerdings wurde dabei auch beschlossen, dass diese Aufgabe nicht vom Schreibtisch aus erfolgen kann. Aus diesem Grund wurde vor Ort und analytisch ein Konzept mit dem Titel „Auf den Weg zur Stadtteilschule“ entwickelt. Das Konzept wurde in vier Projektphasen erstellt und erstreckte sich in der Zeit von Dezember 2008 bis Juli 2009.

Dabei wurden vier Modelle entwickelt, in welche Richtung sich die Grundschule „Am Priesterweg“ entwickeln könnte. Dabei kristallisierte sich heraus, dass ein Modell, bei dem eine Schule und ein Begegnungshaus unter einem Dach untergebracht, die beste Lösung für den Stadtteil Drewitz ist. Beide Institutionen werden unter einer Adresse geführt, sind aber programmatisch, wirtschaftlich und juristisch voneinander unabhängig.

 

Nebeneinander: Grundschule und oskar. erfüllen ihre eigenen Aufgaben.

Füreinander: Grundschule und oskar. gehen aufeinander ein und unterstützen sich.

Miteinander: Grundschule und oskar. unterbreiten gemeinsam Angebote an den Stadtteil.

Die Schule unterscheidet sich vom Begegnungszentrum. Beide Einrichtungen haben unterschiedliche Rechtsgrundlagen und verschiedene Aufträge. Sie haben differenzierte Quellen der Finanzierung und sprechen jeweils andere Zielgruppen an. Zudem sind die Arbeitsinhalte und -methoden unterschiedlich.

Dennoch haben die Schule und das Begegnungszentrum eine gemeinsame Geschichte. Die Tatsache, dass sich beide Institutionen denselben Herausforderungen gegenübersehen, ist die Grundlage für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Institutionen, mit der sie die Räume unter dem gemeinsamen Dach mit Leben, Zuversicht und Selbstbewusstsein füllen.

Schließlich verbindet beide das gemeinsame Dach, eine gemeinsame Geschichte und der Fakt, dass beide Institutionen an demselben sozial, kulturell und soziologisch eindeutig definierten Ort arbeiten.

Die Stadtteilschule ist ein Haus für alle Drewitzerinnen und Drewitzer. Ihr soziales und kulturelles Angebot richtet sich an alle Gruppen im Stadtteil.